Eindrucksvolle Wüstenlandschaften im Süden Perus
Die Wüstenautobahn Panamericana verbindet Lima mit Arequipa und führt dabei an einigen Stellen direkt an der Pazifiksteilküste entlang, die teilweise über 500 m direkt zum Meer abfällt. Die Landschaft an der Pazifikküste südlich von Lima wird von Fels-, Geröll- und Sandwüsten dominiert. Hin und wieder erscheinen fruchtbare, sattgrüne Flussoasen - eine willkommene Erholung für das Auge.
Vogelparadies Islas Ballestas
Vorbei an den Badeorten Mala, San Antonio und Pucusana kommt man zur aufstrebenden Hafenstadt Pisco. Das hübsche Städtchen ist vor allem Ausgangspunkt für Bootstouren zur Halbinsel Paracas und zu den Islas Ballestas, die auch „Klein-Galápagos“ genannt werden. Beide bilden seit 1975 ein maritim-terranes Naturschutzgebiet. Die wildenzerklüftete Inselgruppe dient Zehntausenden von Seevögeln, wie Pelikanen, Guanays (Guanovögeln), Basstölpeln, Blaufußtölpeln und Kormoranen als Nistgebiet.
Weinanbaugebiet Ica
Südlich von Pisco liegt im fruchtbaren Tal des Rio Ica die Weinmetropole Ica. In der von gewaltigen Sanddünen gesäumten Stadt gedeihen im trockenen Klima prächtige Tropfen, unter anderem auch der berühmte Pisco, der Nationalschnaps Perus. Nicht weit entfernt von Ica liegt die hübsche Oase Huacachina mit einer kleinen Lagune. Auf Grund der Mineralien Eisen, Jod und Schwefel, die durch einen unterirdischen Fluss aus den Anden in die Lagune gelangen, ist das Wasser der Lagune grün bis rötlich gefärbt.
Die Geoglyphen von Nazca
Die Stadt Nazca hat außer einem Museum zwar nicht viel zu bieten, doch ist sie Ausgangspunkt zu den Geoglyphen aus der Nazca Kultur, den weltbekannten Nazca-Linien. Über 100 geometrische Figuren und Abbildungen von Menschen und Tieren wurden auf einer Fläche von 700 km² in den Boden geritzt und sind nur aus der Luft in voller Größe zu erkennen. Neueste Untersuchungen haben ergeben, dass die Geoglyphen ein Heiligtum der Nazca-Kultur (Blütezeit im 6. und 7. Jh.) waren, in dem Wasser- und Fruchtbarkeitsriten abgehalten wurden.
Aktive Vulkane und gewaltige Canyons
75 km Luftlinie von der Küste entfernt liegt auf 2.353 m Höhe die Bergstadt Arequipa. Die aktiven Vulkane Misti (5.822m), Chachani (6.057m) und Pichu Pichu (5.664 m) geben Arequipa eine einmalige Kulisse. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch des großen Klosters Santa Catalina. Die Schönheit der maurisch inspirierten Architektur erinnert den Besucher an Córdoba oder Granada. Von Arequipa aus kann eine sehr attraktive Tour zum Colca Canyon unternommen werden. Die Schlucht ist an einigen Stellen sogar noch gewaltiger als der Grand Canyon in den USA.
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