Der peruanische Dschungel (Selva)
Der perunaische Regenwald stellt rund 60 % der gesamten Landesfläche. Für den Tourismus erschlossen sind vor allem drei Gegenden des gigantischen Dschungelgebietes: der Regenwald um Iquitos, der Manú Nationalpark und das Tambopata-Candamo Nationalreservat mit der Dschungelstadt Puerto Maldonado:
Iquitos
Die am Amazonas gelegene Stadt Iquitos ist im Umkreis von 50 km zu stark besiedelt, um viele Wildtiere zu bergen. Dennoch kann man auch in der näheren Umgebung viel über Kleintiere und die Dschungelflora lernen. Der Stadtteil Puerto Belén – auch „schwimmende Stadt“ genannt - mit seinen Gebäuden auf Holz- oder Betonstelzen und seinen Hüttenflößen, die sich bei Hochwasser dem bis zu zehn Metern anschwellenden Wasserspiegel anpassen, ist eine Welt für sich.
Manú Nationalpark
Der Manú Nationalpark bietet eine außergewöhnlich hohe Wildtierdichte. An den zahlreichen Salzlecken sammeln sich viele Tiere und sind sehr gut zu beobachten. Der größte Teil des Nationalparks ist die Heimat von verschiedenen Indianerstämmen, die noch nie mit der Zivilisation in Berührung gekommen sind, und steht daher unter besonderem Schutz. Eine weitere Zone, die Zona Reservada, führt am Rio Manú entlang und ist für Ökotouristen nur nach strikten Eingangskontrollen und in Begleitung eines autorisierten Führers von einem anerkannten Reiseunternehmen zugänglich. Übernachtet wird hier in der Regel in Zeltcamps. Die Zona Cultural hingegen steht jedermann offen und wird von Siedlern und akkulturierten indianischen Gemeinschaften bewohnt. Dem Besucher steht hier eine Auswahl von komfortablen Lodges zur Verfügung.
Tambopata-Candamo Naturreservat
Das Tambopata-Candamo Naturreservat ist bezüglich Wildtierbestand und Flora ein ernsthafter Konkurrent des Manú Nationalparks. Doch dafür ist ein tieferes Eindringen in den Dschungel erforderlich. In der Nähe des Dschungelstädtchens Puerto Maldonado laden die näher gelegenen Lodges auch zu kürzeren Dschungelausflügen ein. Die einzelnen Lodges bieten verschiedene Ausflugsprogramme an, die von Dschungelwanderungen über Bootsfahrten zu Salzlecken und Katamaranfahrten über kleine Seen reichen.
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