Gehen Sie mit uns auf archäologische Entdeckungsreise im unberührten Norden Perus...
Der noch sehr ursprüngliche und touristisch noch wenig erschlossene Norden Perus gehört zu den aus archäologischer Sicht spannendsten Regionen Südamerikas. Staubige Straßen und einfache Unterkünfte sind die Regel, aber sie machen diese Reise auch zu einem authentischen und einzigartigen Erlebnis.
Zeugnisse präkolumbianischer Kultur an der Nordküste
Zu den größten Städten an der peruanischen Nordküste gehören Trujillo und Chiclayo. In der nahen Umgebung von Trujillo befinden sich zahlreiche faszinierende archäologische Monumente, wie zum Beispiel die Pyramiden Huaca del Sol und Huaca de la Luna aus der Mochica-Kultur mit ihren farbenprächtigen Reliefs. In nördlicher Richtung befindet sich Chan Chan, die ehemalige Hauptstadt des Chimú-Reiches. Die 850 n. Chr. errichtete Stadt ist der größte aus Lehmziegeln errichtete Komplex des alten Peru. In der Nachbarschaft von Chan-Chan liegt Trujillos Badestrand Huanchaco. Wie die Mochica vor über 1500 Jahren, rudern noch heute die Fischer auf ihren Binsenbooten „Caballitos de Torora“ aufs offene Meer hinaus.
Das etwas weiter nördlich gelegene Chiclayo ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zum Brüning Museum in Lambayeque, zum berühmten Grab des Herrn von Sipán oder zum Pyramidenkomplex von Túcume, der zu einem der ausgedehntesten und wichtigsten Monumentalkomplexe des alten Peru zählt. Der Aussichtspunkt auf dem Cerro La Raya eröffnet einen überwältigenden Rundblick auf 26 Adobepyramiden, Plattformen, ummauerte Zitadellen, Residenzgebiete und alte Friedhöfe.
Archäologische Exkursion in Landesinnere
Von Chiclayo aus in Richtung Landesinneres lässt man die Trockenheit der Wüste hinter sich und es beginnt eine abwechslungsreiche Fahrt über die Pässe und durch die fruchtbaren Täler der nördlichen Anden, vorbei an traditionellen kleinen Dörfern. Auch in diesem Gebiet gibt es zahlreiche präkolumbianische Zeugnisse. In der Nähe des kleinen Städtchens Chachapoyas liegt auf einem 3.080 m hohen Tafelberg die eindrucksvolle Chachapoya-Festung Kuelap.
Obwohl Kuelap bereits 60 Jahre vor Machu Picchu entdeckt wurde und der Inkaanlage mindestens ebenbürtig ist, ist diese Festung bisher wenig bekannt. An einigen Stellen sind die Restaurierungsarbeiten noch in vollem Gange und der Besucher erlebt die Ursprünglichkeit dieser Ruine. Die archäologischen Funde dieser Region sind gesammelt im Museum von Leymebamba ausgestellt.
Im Vorort der Stadt Baños del Inca gibt es Thermalquellen, deren therapeutischer Wert schon den Inkas bekannt war. Weitere Sehenswürdigkeiten der Umgebung sind unter anderem die Ventanillas de Otuzco und der archäologische Komplex von Cumbe Mayo. Cumbe Mayo bedeutet aus dem Quechua übersetzt „feiner Fluß“ und ist eines der bemerkenswertesten hydraulischen Ingenieurswerke der Anden aus vorchristlicher Zeit.

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