Den bolivianischen Regenwald erkunden ...
Santa Cruz
Östlich der Andenkette beginnt der Tropenwald des Amazonasgebietes. Hier liegt auch Santa Cruz, nach La Paz die Wirtschaftshauptstadt Boliviens. Im Mittelpunkt liegt die palmenumstandene Plaza 24 de Septiembre mit der Basílica Menor de San Lorenzo und dem dazugehörigen Museo Histórico. Wer Zeit hat, besucht den größten und bestgeführtesten Zoo Südamerikas, den Jardín Zoológico. Durch seine ausgezeichneten Verkehrsanbindungen bietet sich Santa Cruz außerdem als Ausgangspunkt für Ausflüge z.B. zur geheimnisumwitterten Festung Samaipata an. Vermutet wird, dass die 1.200 m² große Anlage mit ihren in den Fels gravierten Figuren religiösen Kulten diente.
Parque Nacional Amboró
Westlich von Santa Cruz liegt einer der schönsten und vielfältigsten Nationalparks der Welt: der Parque Nacional Amboró. Auf einer Größe von über 4.300 km² finden sich hier in der Übergangszone zwischen dem Berg- und Tieflandregenwald eine einzigartige Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen. Neben 700 verschiedenen Vogelarten können bedrohte Tierarten wie der Jaguar, der Kragenbär und der Jucumari (Andenbär) beobachtet werden.
Jesuitische Missionsstationen
Ab dem 17. Jh. war Santa Cruz Ausgangsort der Jesuiten-Missionare. Einige der wichtigsten Missionsstationen wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt, wie zum Beispiel die erste Jesuiten-Reduktion in San Javier. Die alten Kolonialhäuser, die großzügige Plaza mit ihren Korallenbäumen und die Lage inmitten eines sanften Hügellandes auf rund 500 m Höhe verleihen dem Ort eine ruhige, gemütliche Atmosphäre. Die vielleicht schönste Missionsstation in Bolivien befindet sich in San Miguel de Velasco. Die kunstvoll bemalte Fassade des Glockenturms bietet besonders morgens ein attraktives Fotomotiv.
"Die gefährlichste Straße der Welt"
Von La Paz aus bietet sich für Abenteuerlustige eine spektakuläre Fahrt über endlose Serpentinen hinunter den Ostrand der Cordillera Real in die tropischen Täler der Yungas an. Dabei werden auf einem Höhenunterschied von 3.000 m fast alle Klima- und Vegetationszonen Südamerikas durchquert. Weniger Nervenstarke nehmen die Straße Richtung Chulumani hinunter und dann weiter nach Coroíco. Der Ort liegt auf 1.750 m Höhe und ist von Kaffe-, Zitrus-, Bananen- und Cocaplantagen umgeben und idealer Ausgangspunkt für herrliche Wanderungen.
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